Brustvergrößerung mit Eigenfett: Risiken und Komplikationen

Brustvergrößerung mit Eigenfett

Die Brustvergrößerung mit Eigenfett ist eine wegen möglicher Nebenwirkungen und Spätfolgen vieldiskutierte Methode der Brustvergrößerung, wobei insbesondere das Verfahren der Stammzellenverwendung zusätzlich die Diskussion angeheizt hat.

Allgemeine Operationsrisiken lassen sich durch eine sorgfältige Operationsvorbereitung im Rahmen halten. Auch bei minimal-invasiven Eingriffen ist eine gründliche Körperhygiene mit medizinischen Waschlotionen mehrere Tage vor den Eingriffen eine gute Vorbeugung vor Infektionen. Auch die vor jeder Operation ratsamen Vorsichtsmaßnahmen wie der Verzicht auf blutverdünnende Medikamente, Nikotin und Alkohol können Ihr individuelles Risikopotential absenken. Eine gründliche Pflege und Mobilisierung der kleinen Narben verhindert Gewebewucherungen und Pigmentveränderungen.

Bei sehr kleinen Brüsten, die nicht genügend Haut aufweisen, müssen Sie eine etwas aufwendigere Operationsvorbereitung auf sich nehmen. Sie erhalten in diesen Fällen einen speziellen BH, der durch Unterdruck die Haut im Operationsgebiet leicht aufdehnt. Mit dieser rund einmonatigen Operationsvorbereitung vermindern Sie den Stress für die Haut und betroffene Gewebeareale und können mögliche Spannungsschmerzen auf ein Minimum reduzieren.

Operationskomplikationen können sich beispielsweise durch Abstoßungsreaktionen ergeben. Wird das zugefügte Fettgewebe vom Körper nicht akzeptiert, können sich Zysten oder Verkalkungen bilden und den gesamten Operationserfolg zunichte machen. Dieses mögliche Operationsrisiko war bei früheren Methoden der Eigenfettaufbereitung ebenfalls häufig anzutreffen. Für die neuen Verfahren gilt das Auftreten dieser Komplikationen als nicht gesichert, ist aber gegenwärtig auch nicht endgültig widerlegbar. Zur Möglichkeit der Krebsfrüherkennung und Mammographiefähigkeit der durch Eigenfett vergrößerten Brüste gibt es ebenfalls abweichende Aussagen, über die Sie im Zweifelsfall sowohl eine gynäkologische als auch eine chirurgische Fachmeinung einholen sollten.

Als Spätfolge einer Brustvergrößerung mit im Stammzellenverfahren aufbereitetem Eigenfett wird ein höheres Krebsrisiko diskutiert. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist nicht abschließend zu beurteilen, wie groß das Risiko ist, da aus naheliegenden Gründen keine Langzeiterfahrungen mit der erst seit wenigen Jahren durchgeführten Methode vorliegen. Genau aus diesem Grund sollten Sie regelmäßige Kontrolltermine nach dem Eingriff strikt einhalten.

Auch für die Fettentnahme beziehungsweise großvolumige Fettabsaugung bestehen bestimmte unvermeidbare Risiken, die jedoch bei Wahl eines gut ausgebildeten und erfahrenen Chirurgen weitgehend zu minimieren sind. Vor allem unschöne Effekte einer unregelmäßigen Modellierung kommen immer wieder vor.

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